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Kienast geht neue Wege

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SV-Halle/2022-08-06. Halles Siebenkämpferin Lucie Kienast geht neue Wege. Künftig wird die SV-Athletin am Bundesstützpunkt Frankfurt am Main trainieren und in der Mainmetropole ihren neuen Lebensmittelpunkt haben.

Das Motiv dieser Entscheidung ist durchaus nachvollziehbar. „Nach der jüngsten Verletzungspause war für mich noch einmal der Punkt, über die bestmögliche Fortsetzung der sportlichen Karriere nachzudenken“, sagt Kienast. Das Problem: Der Athletin fehlt in Halle ein adäquater Trainingspartner. „Ich bin ganz offen an die Sache heran gegangen, habe mir in Frankfurt die dortigen Trainingsmöglichkeiten angeschaut und ich denke, dass dieser Schritt für mich wichtig und richtig ist“, sagt sie. In Frankfurt gebe es nun die Möglichkeit, etwa mit einer Siebenkämpferin wie Vanessa Grimm zu trainieren, die augenblicklich auch mit einer Verletzung zu kämpfen hat. Trainiert wird Kienast dann vom Bundestützpunkttrainer Philipp Schlesinger.

„Ich traue dem dortigen Trainer eine gute Arbeit zu. Und mit der neuen Trainingspartnerin kann es Lucie durchaus gelingen, wieder schnellere Fortschritte zu machen, wenn sich beide beim Training puschen“, sagt Ingo Michalak, Hauptgeschäftsführer vom SV Halle. „Dennoch stimmt uns die Nachricht traurig“, sagt er, selbst wenn sich an der jetzigen Situation nichts ändert. Auch künftig will die 21-Jährige für den SV Halle starten.

Seit Mai 2020 wird Lucie Kienast von Wolfgang Kühne trainiert, der schon Mehrkämpfer wie Rico  Freimuth und Hürdensprinterin Cindy Rohleder an die Weltspitze führte. Es ist kein Geheimnis, dass sich Kühne in den letzten Monaten  vor allem auf die Arbeit mit den erfolgreichen Bobanschiebern Thorsten Margis und Alexander Schüller konzentrierte und künftig, auf eigenen Wunsch, beruflich auch kürzertreten möchte. Seit Juli dieses Jahres ist er im Ruhestand.

Die Entscheidung hat sich keiner leicht gemacht. Ein hoher Leistungsanspruch besteht von beiden Seiten – sowohl von Trainer Wolfgang Kühne als auch von der Leichtathletin Lucie Kienast. Wenn man die hohe Intensität des Trainings, die im Bereich Siebenkampf erforderlich ist, zeitlich nicht mehr vollends ausfüllen kann, muss man auch solche schweren Entscheidungen zum Wohle der Athletin treffen. „Ich wünsche Lucie Kienast auf ihrem weiteren Weg alles Gute“, sagt Wolfgang Kühne.

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